KVD-Ehrenabend für Jubilare

MDB WebAm 10. Tage des 11. Monats anno 2017 waren die Jubilare und Ehrentitelträger zum alljährlichen Ehrenabend des Karnevalvereins in das Zeughaus eingeladen. Es sollte ein denkwürdiger Abend werden. Denn zum Einen war es die erste Veranstaltung die durch den neuen Vereinspräsidenten Günter Hüttig mit Leben erfüllt wurde und zum Anderen gab es vier Sonderehrungen für verdiente „Alt-Karnevalisten“. Doch eins nach dem anderen.
Nach der Begrüßung durch Günter Hüttig bat dieser die Gäste zu einem reichlich bestückten Büffet. Bestens gestärkt konnte danach der Programmreigen unter musikalischer Begleitung durch Joachim Schmitt, ehemaliger Keyboarder der Mike-Nail-Band, beginnen.
Einen Rückblick auf die Fastnachtskampagnen und sonstige Vereinsgeschehnisse des KVD vor 50 und 60 Jahren gab in dieser Funktion erstmals Monika Dambier-Blank. Sie erinnerte an das 450-jährige Fastnachtsjubiläum im Jahre 1958 in dem der heute noch gern gesungene Fastnachtsschlager „Mir liewe unser Heimatstadt“ entstand. Weiterhin gab Monika einige Auszüge aus den damaligen Fremdensitzungen zum Besten.
Zehn Jahre später, im Jahre 1968, wurde der Fastnachtsschlager „Das Dieburger Tralala“ gesungen, das zwar nie auf einem Tonträger verewigt wurde aber dennoch immer wieder gerne gesungen wird. Beim Refrain konnten daher auch alle Anwesenden mitsingen und die dazugehörigen typischen Handbewegungen mitmachen, nur an die von Joachim Schmitt vorzüglich vorgetragenen Strophen wusste sich keiner so recht zu erinnern.
Und nun begann der Ehrungsreigen mit den Mitgliedern die dem Verein seit 25 Jahren die Treue halten. Darunter auch das allseits bekannte Dieburger Original „H.K.D.“ der es sich nicht nehmen ließ, in seiner besonderen eigenen Art einen Fastnachtsjodler aus der Bütt zu schmettern.
Danach wurden 12 Mitglieder die bereits seit 50 Jahren und sogar drei Mitglieder die schon seit 60 Jahren dem KVD angehören, vom neuen Vorsitzenden vorgestellt. Sie erhielten ihre Ehrenorden mit der entsprechenden Jahreszahl und konnten auch noch ein kleines Geschenk des Vereins in Empfang nehmen.
Zur Auflockerung kündigte der Vorsitzende nun als Gastredner den ehemaligen Sitzungspräsidenten aus Roßdorf, Sebastian Reeg, an. Er gab einen Schulaufsatz zum Besten, der zum Thema das Tier hatte das im Namen ‚Roßdorf‘ verankert ist: „Das Pfärd“. Eine Schilderung bei der vor Lachen kein Auge trocken blieb.
Anschließend bat Günter Hüttig Klaus Becker und Heinz Modrei auf die Bühne. Beide waren bei der letzten Jahreshauptversammlung zu ‚Ehren-Hofmarschall‘ beziehungsweise ‚Ehren-Narr‘ ernannt worden. Nun gab es für die beiden auch noch die dazugehörenden Ehrenorden.
Kaum von der Bühne herunterbegleitet, wurden die beiden vom Bezirksvorsitzenden der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval, Manfred Kreis, wieder auf die Bühne gerufen, um ihnen eine besondere Ehrung zuteilwerden zu lassen. Beide haben sich in langjährigen und vielfältigen Tätigkeiten um die Fastnacht und den Verein verdient gemacht. Hierfür wurden sie jeweils mit dem goldenen Verdienstorden der IGMK ausgezeichnet.
Nach einer kurzen musikalischen Pause wurde der seitherige Vorsitzende Friedel Enders, der sich bereits auf seinen Auftritt für eine Laudatio vorbereitet hatte, gänzlich überrascht, als sein Nachfolger nochmals Manfred Kreis auf die Bühne bat. Dieser hatte eine ganz besondere Ehrung des Fastnachtsdachverbandes „Bund Deutscher Karneval“ (BDK) mitgebracht. Für seine besonderen Verdienste für das Brauchtum Fastnacht und für den KVD erhielt Friedel Enders den BDK-Verdienstorden in Silber. Friedel bedankte sich bei den Initiatoren, die diese Ehrung auf den Weg gebracht hatten und versprach, sich auch weiterhin für die Fastnachtssache einzusetzen.
Nun kam aber sein Part an die Reihe und Friedel verlas die Laudatio für eine Vereinsehrung, die nur sehr langjährigen und besonders aktiven Vereinsmitgliedern zukommt.
Laudatio zur Verleihung des „EHRENBAJAZZ“ an Winfried Klenk :
Es ist uns eine besond’re Ehr heit Owend,
en Mann zu ehr´n – mit Worten, die lobend
seinen Einsatz für den Verein
beschreiben – ja, so soll es sein.
Seit Jahrzehnten wirkt er mit – ein dream,
bei Wagenbau- und Technik-Team.
Zu Zeiten in de Ludwigshall,
da war´s für ihn ein klarer Fall,
im Hinnergrund, hinner de Bühn‘,
sich um die Technik zu bemüh’n.
Aach annern Orte wou Fassenacht,
vum KVD veranstaltet – gemacht.
Mensa, Bahnhof, Gutenberghall,
Fechebach unn üwwerall,
wou de KVD aach wor,
wor er zum schaffe do zuvor.
Beim Uffbau der Technik - Strippeziehe,
tat immer er Esprit versprühe,
um Ton unn Video uff zu nemme,
die dann ins Archiv noi kemme.
Wenn mit Ruhe unn Humor,
er ein Vorbild stets iss unn aa wor
hoffe mer dass er‘s bleiwe aach dudd,
äwwer – mach dich nidd kabudd.
Auch gab er das Allerbeste
bei Schlossgarte- unn annern Feste,
wenn er half beim Brötchen schmeer´n,
soiner Schwägerin Elke – stets unn geern.
Jedes Johr zur Wallfahrtszeit,
iss er bis heit zum Helfe bereit,
wenn uffgehängt wer´n fer die Lichterproz‘ion
Lautsprecher zur Üwwertragung vum Ton.
Gefragt ist sein Können ganz gewiss,
wenn irgendwas zu schweiße als iss.
Bei Lagergestelle, Stative unn Wage,
gab´s nie ein „Nein“ - wenn mer ihn als tat frage.
Die veele, veele annern Sache,
die er fer de Verein schunn alles tat mache,
konn mer nit all zäihle uff,
de gonze Owend ging dodebei druff.
Fer all diesen Einsatz – fer doi Mache unn Tun
kriegst du den EHRENBAJAZZ nun.
Mit großem Dank, von uns dies Geschenk:
Den Ehren-Bajazz für Winfried Klenk!
Der Geehrte zeigte sich überrascht und gerührt. Er wird auch weiterhin der Fastnacht und dem KVD verbunden bleiben.
Nach all diesen besonderen Ehrungen konnte der neue Vorsitzende noch an die jeweiligen Abteilungsbeauftragten die Jahresorden übergeben, die dann in den nächsten Tagen an alle KVD’ler verteilt werden, die sich für die KVD-Veranstaltungen rund um die Fastnachtskampagne einsetzen und mitarbeiten.
Mit einem dreifachen „Dibborsch-Äla!“ beendete Günter Hüttig seine mit Bravour gemeisterte erste Veranstaltung, durch die er erstmals als Verantwortlicher geführt hatte. Weiter so!