Mitgliederversammlung beim KVD – Friedel Enders will Vorsitz abgeben

Vor einigen Wochen hielt der Karnevalverein Dieburg seine diesjährige Mitgliederversammlung im Ringerheim vor knapp 60 Anwesenden ab.

Nach der Begrüßung ging Vorsitzender Friedel Enders zunächst auf das Thema „Kreiselgestaltung Kreuzung Auto-Spieß“ein und warum der KVD nicht zum Zug gekommen sei. Er könne die Vorgehensweise der Stadt nicht verstehen, zumal der KVD sich bereits 2011 um die Kreiselgestaltung beworben hatte. Unverständlich auch, dass der Verein die letztendlich negative Entscheidung auch noch aus der Presse erfahren musste. Zu diesem Thema stehe demnächst zur Klärung ein Gespräch mit dem Magistrat an.

Saison mit Höhe- und Tiefpunkten

Danach zog er Bilanz über das abgelaufene Geschäftsjahr. Als Höhepunkte nannte er das Oktoberfest, das in diesem Jahr bereits zum 10. Mal gefeiert werden könne und die Sitzungen. Hierzu merkte er an, dass man zukünftig keine achte Sitzung mehr anbieten werde, da die Nachfrage nicht ausreiche.

Gedanken machen müsse man sich aber über die Äla-Nacht, die einen starken Besucherrückgang zu verzeichnen habe. Hier habe der Verein reagiert und einen Arbeitskreis gebildet, der mittlerweile schon ein neues, attraktives Konzept erarbeitet habe. Hierüber werde zu gegebener Zeit berichtet.

Auch die Verleihung der Holzig Latern an die Kerb-Dixie-Stompers sei ein Höhepunkt gewesen und von den Narren begeistert aufgenommen worden, was auch der Empfang der Gemeinde Groß-Zimmern für die Laternenträger zeigte. Gut angekommen seien auch das Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar. Sie hatten allerdings etwas Pech mit dem Wetter am Fastnachts-Dienstag, der zu den Tiefpunkten der Saison gehöre, so Enders. Er verwies hierbei insbesondere auch auf die Absage des Fastnachtszuges. Die Entscheidung sei jedoch richtig gewesen. Dennoch konnte das Prinzenpaar einen unvergesslichen Tag erleben, in dem es zusammen mit der Michelstädter Guggemusik und einer großen Fastnachtsschar bei strömendem Regen durch verschiedene Fastnachtslokale und das Feuerwehrhaus zog und dort für unglaubliche Stimmung sorgte. Ein weiterer Tiefpunkt waren zuvor die Terroranschläge von Paris, einen Tag vor der Äla-Meile, die darunter stark gelitten habe.

Danach berichtete er über die Neuerungen bei den Bestellungen der Sitzungskarten und die neu geschaffene Online-Bestellmöglichkeit.

Mitgliederzahl auf hohem Niveau

Was die Entwicklung der Mitgliederzahl des Vereins angeht, konnte Enders einen Stand von 1.806 vermelden (Stichtag 31.3.2016). Hierzu führte er unter anderem aus, dass es weiterer Anstrengungen bedürfe, um den Mitgliederstand auf diesem hohen Niveau zu halten.

Vereinsvorsitz- Jüngere Kräfte sollen ran

Zum Abschluss teilte Enders mit, dass er bei der Neuwahl im kommenden Jahr nicht wieder für den Posten des 1. Vorsitzenden zur Verfügung stehen werde. „Hier müssen jüngere Kräfte ran“, so Enders. Er wolle aber gerne in Zukunft noch etwas für den Verein und die Dieburger Fastnacht tun, allerdings nur aus der zweiten Reihe des Vorstands.

Vereinsfinanzen

Der Kassen- und Wirtschaftsbericht von Schatzmeister Jürgen Stemmler wurde von Wirtschaftsprüfer Karlheinz Hofmann vorgetragen. Er wies insbesondere auf das hohe Spendenaufkommen und den Zuschuss der Stadt hin, ohne die  der KVD seine Aufgaben nicht finanzieren könnte. Dies ginge dann nur mit einer erheblichen Erhöhung der Vereinsbeitrages, was niemand wirklich wolle. Die Prüfung der Kasse erfolgte durch Albrecht Dienst, der dem Rechner eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte.

Aufstellort des Fastnachtsumzuges noch ungewiss

Abschließend teilte Friedel Enders noch mit, dass der Hof des Zeughauses nun gepflastert sei und im Oktober wieder ein Büttenredner-Seminar im Zeughaus durchgeführt werde. Auf die Frage aus der Versammlung, wo sich der Fastnachtsumzug im nächsten Jahr wegen der Bauarbeiten im Burgweg aufstellen werde, konnte Enders noch keine Antwort geben. Dazu gebe es noch keine Stellungnahme aus dem Rathaus.