Ex-Tollitäten unterwegs

Ein Reisebericht von Klaus Becker

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Vor wenigen Wochen hatten die 4 Organisierer, Anita Spieß, Achim Wick,
Heinz Modrei und Klaus Becker, zum alle 3 Jahre stattfindenden Exprinzenpaar-Ausflug eingeladen.

Wieder hatten sich 69 „Adelige“ zu diesem Ausflug angemeldet, bei dem auch erstmals Präsident Friedel Enders teilnehmen durfte.

Mit dem größten Winzenhöhler-Bus begann die Fahrt ins Blaue um 9,30 Uhr. Außer dem Orgateam wusste niemand wo es hingeht und was an dem Tag so alles passieren würde.

Nachdem Klaus Becker im Bus alle Tollitäten und den Präsidenten begrüßt hatte, begann auch schon die Happy-Hour bis zum 1. Ziel. Alle Getränke wurden zum Sonderpreis abgegeben. Schon nach kurzer Zeit war der Vorrat aufgebraucht und die Stimmung im Bus bestens.

Ruck zuck war man am ersten Ausflugspunkt angekommen. Es war die Stadt Oppenheim am Rhein, wo in 3 Gruppen mit Führung das weltbekannte Oppenheimer Kellerlabyrinth besichtigt wurde. Mitte der 1990 er Jahre begann man dieses unterirdische Labyrinth mit mit Spaten und Pickel von Müll und Schutt frei zu räumen und so zu stabilisieren, dass bei Hochbetrieb im Sommer bis zu 600 Touristen täglich in Gruppen durch das Labyrinth geschleust werden.

Vor der Führung konnte bei herrlichem Wetter schon auf dem Marktplatz von Oppenheim in Cafe`s und Lokalen genügend Flüssigkeit jeglicher Art eingenommen werden, um die Führung zu überstehen.

Nach Oppenheim, das man um 12.50 Uhr verließ, ging es dann weiter in die nächste Weinmetropole Nierstein. Die Mägen aller begannen schon so langsam zu knurren, dass aber kein Problem war, da wir um 13.00 Uhr bei einem Winzer zum Mittagessen angemeldet waren. Dieser Herr Winzer hat Anita Spieß telefonisch die Route durchgegeben, wie wir mit dem riesengroßen Bus zu ihm direkt vors Haus fahren könnten, da ja Nierstein zu 80 % aus engen Straßen besteht. Es kam natürlich wie es kommen musste, mitten im engen Straßenkneuel haben wir uns verfahren, und zwar so, dass wir ca. 30 Minuten mit dem Bus rückwärts durch Nierstein manövrieren mussten.

Klaus Becker lief nur in den Straßen umher, leitete den normalen Verkehr um, dirigierte den Bus von einer Gasse in die nächste. Aus dem Bus schrie die ganze Meute, wir haben Hunger, Hunger, Hunger- wir haben Dorscht.

Um 13.40 Uhr kamen wir dann gestresst zum Mittagessen, das aber wieder alle Gemüter beruhigte, denn es gab ein super Buffet, das wir abräumen durften.

Nach dem Essen ging es dann auf die bereitstehenden Planwagen, gefüllt mit genügend Wein und ab ging es in die herrlichen Weinberge oberhalb des Rheins. Das sagenhaft schöne Wetter hat natürlich auch mitgespielt, sodass man einen herrlichen Ausblick über Mainz, die Skyline von Frankfurt, und Darmstadt hatte, sogar den Sendeturm der Moret konnte man erblicken.

Nach dieser über 2 stündigen Tour fuhren wir dann mit dem Bus ins Abschlusslokal, den Rheinischen Hof, in Ginsheim am Rhein. Dort angekommen hielt der Bus ca. 200 m vor dem Lokal und mit einem Umzug aller Beteiligten, vorn weg die Hofkapelle der Ex-Tollitäten, die da waren Anita Spieß (Schifferklavier), Manfred Müller (Saxofon), Heinz Modrei (Trommel), Hans-Friedrich Busch (Deiwelsgaije) und Klaus Becker (Pauke) zog man dann singend ins Lokal. Viele Rheinufergäste klatschten begeistert mit. Mit einem vorzüglichen Abendessen, viel Gebabbel und dazwischen immer wieder die Hofkapelle, der sich noch Jürgen Schaarvogel mit der Gitarre dazugesellte. Sie heizten mit traditionellen Dieburger Fastnachtslieder die Stimmung an. Selbst die „ü. 80 jährigen“ Ex-Prinzessinnen standen auf den Stühlen und sangen lauthals mit. Als man dann gegen 22.15 Uhr die Heimreise antrat, hat alles wieder von einem wunderschönen Ausflug geschwärmt.

Mit dem Hinweis auf den nächsten Ausflug in 3 Jahren, ging die Fahrt zu Ende.